Zahnnotfälle

Zahnnotfälle bei Tieren sind keine Seltenheit und können unbehandelt zu vielfältigen Komplikationen führen

Tierzahnarzt

Zahnnotfälle

Anzeichen für einen Zahnnotfall

Zahnnotfälle bei Tieren sind häufig und können durch verschiedene Ursachen wie Spielen mit Stöcken, Beißereien oder Autounfälle verursacht werden.

Symptome die auf einen Zahnnotfall hinweisen:
• Deformation des Kiefers
• Schwellungen
• Starke Blutungen
• Plötzliche Schmerzhaftigkeit.

Subtilere Symptome sind:
• vermehrte Zungenbewegungen
• Speicheln
• Appetitlosigkeit
• einseitiges Kauen
• weniger Spiellust und vermehrte Aggressivität

Unbehandelte Zahnfrakturen können zu schwerwiegenden Komplikationen wie Entzündungen, Pulpanekrose und Knochenverlust führen. Eine schnelle professionelle Zahnbehandlung ist entscheidend, insbesondere bei frischen Zahnfrakturen, um das Überleben des Zahnes zu sichern und langfristige Folgeschäden zu verhindern.

Zahnnotfälle bei Tieren sind keine Seltenheit und können vielfältige Ursachen haben, wie etwa Spielen mit Stöcken, Beißereien oder Autounfälle. Diese Notfälle manifestieren sich oft als Zahnfrakturen mit freiliegendem Nerv oder als Kieferbrüche bzw. Herausbrechen von Zähnen aus der Knochenverankerung (Zahnluxation). Die Entstehung solcher Verletzungen und Frakturen unterstreicht die Notwendigkeit einer schnellen und professionellen Zahnbehandlung.

Kein Notfall: Ältere Frakturen und verfärbte Zähne

Ältere Zahnfrakturen unterscheiden sich deutlich von frischen Notfällen. Die dunklere Verfärbung des Zahns im Vergleich zu den Nachbarzähnen deutet auf eine ältere Verletzung hin. Hier ist die Pulpa, also der Nerv und die Blutgefäße, bereits dunkel oder schwarz verfärbt. Schmerzreaktionen oder Blutungen sind nicht mehr festzustellen, und eine unangenehme Geruchsbildung kann auftreten. Obwohl dies keine Notfälle sind, ist eine zahnärztliche Behandlung ratsam.

Ursachen und Folgen unbehandelter Zahnfrakturen

Unbehandelte Zahnfrakturen bergen die Gefahr, dass Keime durch die eröffnete Pulpa ins Zahninnere gelangen und eine Entzündung (Pulpitis) verursachen. Diese Entzündung kann schließlich zum Absterben des Nervs führen (Pulpanekrose). Die Bakterien können weiter ins umliegende Knochengewebe wandern, eine lokale Entzündung mit Auflösung des Knochengewebes verursachen und ein sogenanntes „Wurzelgranulom“ bilden. In fortgeschrittenen Stadien breitet sich die Entzündung schmerzhaft aus, führt zu Schwellungen und einer „dicken Backe“. Leider ist der Zahn in diesem Stadium oft nicht mehr zu retten. Bleibt die Knochenentzündung unbehandelt, wird der Zahn schließlich aus dem Knochen herausbrechen.

Warum schnelle Behandlung entscheidend ist

Besonders bei frisch abgebrochenen Zähnen, bei denen die Pulpa freiliegt, ist eine schnelle Behandlung entscheidend. In den ersten fünf Lebensjahren nimmt die Wanddicke und Stabilität des Zahnes zu. Nach dem Zahnwechsel vom Milch- zum bleibenden Gebiss ist die Wandstärke noch gering, und die Pulpahöhle groß und weit. Röntgenbilder können helfen, frische von älteren Zahnfrakturen zu unterscheiden und die notwendige, rechtzeitige Versorgung sicherzustellen.

Zusammenfassend ist eine umgehende professionelle Zahnbehandlung bei Zahnnotfällen von entscheidender Bedeutung, um das Überleben des Zahnes zu sichern und langfristige Folgeschäden zu verhindern.

Zahnluxation (Wenn der Zahn aus seiner Verankerung gelöst wird)
Zahnluxationen bei Hunden entstehen oft durch das Apportieren großer Stöcke oder in Kämpfen. Es ist wichtig, vor der Behandlung die Erhaltungschancen des Zahns zu bewerten. Bei vollständiger Ablösung sollte der Zahn schnell in kalte H-Milch zur Reimplantation gebracht werden. Nach der Reimplantation wird der Zahn stabilisiert und regelmäßig geröntgt, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Zahnluxationen werden häufig bei Hunden beobachtet, die große, schwere Stöcke apportieren, sowie in Situationen, in denen Zähne während Auseinandersetzungen in den Stahlhalsbändern von Gegnern verfangen werden.

Diese Verletzungen entstehen durch die Anwendung erheblicher Hebelkräfte auf den Zahn, was entweder zu einer Lockerung des Zahns (Subluxation) oder zu einer vollständigen Ablösung aus der Zahnfassung (Avulsion) führen kann.

Bei der Behandlung von Zahnluxationen bei Hunden ist es unerlässlich, die Aussicht auf erfolgreiche Erhaltung vor Beginn einer Behandlung zu bewerten.

In Fällen, in denen ein Zahn vollständig aus seiner Fassung gehebelt wurde, ist seine Überlebensfähigkeit auf etwa eine halbe Stunde begrenzt. Daher ist es wichtig, den Zahn schnellstmöglich, am besten in kalter H-Milch, zur Reimplantation zu transportieren, um seine Überlebenszeit auf etwa drei bis vier Stunden zu verlängern.

Nach der Reimplantation wird der betroffene Zahn vorübergehend durch eine Schienung an benachbarten Zähnen stabilisiert. Regelmäßige Röntgenüberwachung ist entscheidend, um Anzeichen einer Wurzelaufösung frühzeitig zu erkennen.

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Dr. Braun mit Hund

„Ein sehr guter Tierarzt, der immer für seine Patienten da ist. Bei unserem Kater hat er eine schwierige Zahnoperation durchführt, für die wir sonst in eine Zahnklinik hätten fahren müssen.
Preis-Leistung top. Kann ich nur weiterempfehlen!“

Original Google Rezension